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Die letzen 100 Tage

von Carsten Kindermann | beA

Sep 25

Vor lauter Konzentration auf die Bundestagswahl ist am Wochenende ein anderer wichtiger Termin untergegangen: Seit Samstag, den 23.9., laufen die letzten 100 Tage bis zur verpflichtenden (passiven) Nutzung des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, kurz beA.

Ab dem 1.1.2018 muss das beA von Anwaltskanzleien und Rechtsanwälten nämlich verpflichtend als verbindlicher Eingangskanal verwendet werden, parallel zur klassischen Post oder dem in Kanzlei-Kreisen immer noch so geliebten Fax. Bis auch eine „aktive“ Nutzung, sprich: das Versenden von Nachrichten über das beA, verpflichtend wird, dauert es noch zwei bis vier Jahre (das ist Bundesland-abhängig). Aber um Haftungsrisiken zu vermeiden, muss zum Januar kommenden Jahres wenigstens der Empfang, also die „passive Nutzung“, sicher gestellt werden.

Höchste Zeit also, sich mit der Einrichtung des beA zu beschäftigen. Denn neben der technischen Installation der benötigten Soft- und Hardware, müssen interne Rechte geklärt und Arbeitsabläufe angepasst werden. Und die Nutzung der beA-Software eingeübt werden.

Der dringendste Schritt dabei: Wer noch keine beA-Karte für sich und seine Mitarbeiter bestellt hat, sollte dieses noch unbedingt in dieser Woche erledigen. Denn nur bei Bestellungen bis zum 30.9. garantiert die Bundesnotarkammer, die die beA-Karten herausgibt, dass die Karten noch rechtzeitig bis zum Jahresende ausgeliefert werden.

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Über den Autor

Carsten Kindermann ist Gründer von Legalito und verantwortet die Legalito Services und Projekte für Anwaltskanzleien und Notariate. Bei Legalito ist er Chef-Digitalisierer und IT-Manager für Kanzleien unterschiedlicher Größe und als zertifizierter Datenschutzexperte (DEKRA) als Berater und externer Datenschutzbeauftragter tätig. Carsten Kindermann ist Gründer und Geschäftsführer der LKzwo GmbH, der Firma hinter Legalito. Seit Mitte der 90er Jahre hat er Digitalisierungsprojekte in unterschiedlichen Branchen konzipiert, geleitet und erfolgreich umgesetzt. Er hat an der TU Berlin Informatik studiert und in Künstliche Intelligenz promoviert. Er ist mit einer Rechtsanwältin verheiratet und hat zwei Kinder.

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