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Syndicusanwälte: So starten Sie noch rechtzeitig mit dem beA

von Carsten Kindermann | beA

Nov 13
beA e-book

Es wird ernst mit dem elektronischen Rechtsverkehr in Deutschland: Für das im November 2016 gestartete „besondere elektronische Anwaltspostfach“ beA beginnt zum Jahreswechsel die verbindliche „passive“ Nutzung. Ab dem 1.1.2018 müssen Rechtsanwältinnen und -anwälte sicherstellen, dass sie Nachrichten und Mitteilungen über das beA empfangen können. Damit wird das beA ein verpflichtender Nachrichteneingangskanal, wie die klassische Post oder das Fax.

Diese Regelungen gelten gleichermaßen für Syndikusrechtsanwältinnen und -anwälte! Rechtsanwalt Dr. Timo Hermesmeier konkretisiert im BRAK Magazin 5/2017:

Ab 1.1.2018 sind alle Anwälte, und damit auch Syndikusrechtsanwälte i.S.v. §§ 46 II, 46a BRAO, verpflichtet, die für die Nutzung des beA erforderlichen technischen Einrichtungen vorzuhalten, und müssen Zustellungen und den Zugang von Mitteilungen über das beA zur Kenntnis nehmen respektive gegen sich gelten lassen (§ 31a IV BRAO).

Viele Rechtsanwälte – vom Einzelanwalt bis zum Anwalt in größeren Kanzleien – haben das Thema in den letzten Monaten regelrecht verschlafen. Die von der Bundesrechtsanwaltskammer seit Ende 2016 eigentlich so schön eingeplante mehr als einjährige Zeitspanne zum Einarbeiten in das beA haben viele Anwälte tatenlos verstreichen lassen.

Für Syndikusrechtsanwälte stellt sich die Situation noch einmal verschärft dar: Während für die Kollegen in den Kanzleien das Anwaltspostfach bereits seit einem Jahr bereitsteht, sind die beA-Postfächer für Syndikusanwälte überhaupt erst für das letzte Novemberwochenende 2017 angekündigt. Ab dem 27.11. können Syndici auch die beA-Karten, also die benötigten Sicherungsmittel für den Zugang zum Anwaltspostfach, bestellen. Erst ab dem 27.11., möchte man ergänzen. Das Startdatum für die verpflichtende Empfangsbereitschaft zum 1.1.2018 gilt für Syndikusanwälte allerdings unverändert wie für die Kanzleikollegen.

>> Zum kostenlosen Download „Das beA für Syndikusanwälte“ <<

Damit der fristgerechte Start mit dem beA gelingt, sollten Sie als Syndikusanwalt SOFORT mit den Vorbereitungen beginnen. Dabei müssen Sie nicht auf die eigentliche Bereitstellung der Postfächer durch die BRAK oder die Bestellbarkeit der beA-Karten warten.

Wir haben für Sie als Syndikusanwälte ein kostenloses 10-seitiges PDF erstellt, in dem wir die relevanten Informationen für die Vorbereitung des beA zusammengestellt haben. Das PDF umfasst im Kern zwei Teile:

  • Checklisten für die IT-Abteilung

Für die Einrichtung des beA müssen IT-seitig einige Vorbereitungen getroffen werden. In den meisten Unternehmen, insbesondere denen mit eigener IT-Abteilung, werden die Sie als Unternehmensjurist für Ihren Computer nicht die Administrationsrechte haben, die benötigt werden, um die diversen Softwareinstallationen oder Einstellungen an Ihrem Arbeitsplatzrechner oder Notebook durchzuführen.

Seien wir ehrlich: Ihre IT-Kollegen werden in der Regel erstmal wenig begeistert sein, wenn Sie sie kurz vor Jahresende mit diesem Thema überfallen. Machen Sie den Kollegen klar, dass es sich um eine vom Gesetzgeber vorgegebene Frist handelt.

Und ködern Sie die IT-Kollegen dann mit unseren Checklisten: Diese enthalten sämtlich vorzubereitenden Maßnahmen inkl. kurzer Erläuterungen, was genau getan werden muss bzw. wo es im Zweifelsfall weiterführende Informationen gibt. Die Listen sind darüber hinaus so gestaltet, dass die IT-Mitarbeiter direkt ihre Arbeit dokumentieren und vom jeweiligen Syndicus bzw. Mitarbeiter abzeichnen lassen können.  Die IT-Abteilung wird begeistert sein.

  • Themensammlung für Sie als Syndikusanwalt

Für Sie als Syndikusanwalt haben wir die Themen zusammengetragen, um die Sie sich im Vorfeld der beA-Nutzung kümmern müssen. Legen Sie jetzt los – egal, ob alleine oder in einer Arbeitsgruppe mit den anderen Syndikusanwälten in Ihrem Unternehmen.

Sie werden sich vielleicht fragen, wie groß denn das Risiko ist, dass Sie Nachrichten im beA erhalten, diese nicht wahrnehmen und dadurch ein Schaden für Sie bzw. Ihr Unternehmen entsteht. Am Ende können und müssen Sie das für sich einschätzen. Meine Haltung: Der Aufwand für die Risikoabwehr ist relativ gering – und mit unserer Checkliste und Kurzanleitung ist der Einstieg noch fristgerecht zu schaffen. Mir persönlich wäre das Risiko zu hoch, dass durch mein Nichtstun dem Unternehmen ein größerer finanzieller oder auch immaterieller Schaden entsteht, weil bei mir ein Schreiben im beA-Postfach unbemerkt liegen geblieben ist. Und selbst, wenn das Unternehmen einen etwaigen Schaden abwenden kann: Auf mich als Unternehmensjurist würde ein solcher Vorfall sicherlich kein gutes Licht werfen und – sagen wir es vorsichtig – meine weitere Karriere im Unternehmen vermutlich nicht befördern.

Deshalb: Laden Sie sich jetzt unser PDF kostenlos herunter und bereiten Sie sich noch rechtzeitig auf den Empfang von Nachrichten mit dem beA vor.

Ja, ich will das PDF „beA für Syndikusanwälte“ downloaden und rechtzeitig mit dem beA empfangsbereit sein!

Ihr
Carsten Kindermann

P.S. Blättern Sie bitte nach unten und hinterlassen Sie als Kommentar, wie stark Sie annehmen, dass das beA in Ihre tägliche Praxis als Syndikusanwalt eingreifen wird.

P.P.S. Darf ich Sie noch um einen weiteren Gefallen bitten? Wenn Sie Kolleginnen und Kollegen haben, die als Syndikusanwalt tätig sind, mailen Sie ihnen doch bitte den Link zu diesem Blog-Beitrag (http://blog.legalito.de/digitalekanzlei/bea/bea-sra-17113/), damit sie sich auch noch zum Jahreswechsel auf das beA vorbereiten können.  Danke!

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Über den Autor

Carsten Kindermann ist Gründer von Legalito und verantwortet die Legalito Services und Projekte für Anwaltskanzleien und Notariate. Bei Legalito ist er Chef-Digitalisierer und IT-Manager für Kanzleien unterschiedlicher Größe und als zertifizierter Datenschutzexperte (DEKRA) als Berater und externer Datenschutzbeauftragter tätig. Carsten Kindermann ist Gründer und Geschäftsführer der LKzwo GmbH, der Firma hinter Legalito. Seit Mitte der 90er Jahre hat er Digitalisierungsprojekte in unterschiedlichen Branchen konzipiert, geleitet und erfolgreich umgesetzt. Er hat an der TU Berlin Informatik studiert und in Künstliche Intelligenz promoviert. Er ist mit einer Rechtsanwältin verheiratet und hat zwei Kinder.

  • Bisher war es ein Problem, wenn man das beA in einer Terminalserver-Umgebung einsetzen wollte. Auch hierfür scheint es seit kurzem eine Lösung zu geben:

    https://www.facebook.com/digitalekanzlei/posts/188875865002169

  • Carsten Kindermann sagt:

    Die Anwaltspostfächer und die SAFE-IDs wurden am 27. Nov. bereitgestellt. Lesen Sie hier das Update: http://blog.legalito.de/digitalekanzlei/bea/cybermonday-fuer-unternehmensjuristen/

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